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Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude

In der Bredenau 95
28870  Fischerhude
Kontakt & Anfrage

Otto-Modersohn-Stiftung / Gesellschaft-Otto-Modersohn-Museum e.V.
+49 (0) 4293 - 328
www.otto-modersohn-museum.de
Otto-Modersohn-Museum

DAS MUSEUM IN DER LANDSCHAFT

Das Museum ist dem Landschaftsmaler Otto Modersohn (1865-1943) gewidmet und präsentiert sein Werk in thematisch und zeitlich wechselnden Ausstellungen. Der Werdegang des Malers wird vom Aufbruch der Akademiezeit bis zur Reife des Spätwerks anschaulich nachvollziehbar. Inmitten der Wümmewiesen gelegen, in jener Landschaft, die Modersohn seit 1908 immer wieder zu neuen künstlerischen Auseinandersetzungen anregte, wird die Begegnung mit Modersohns Kunst zu einem besonderen Erlebnis.

Otto Modersohn gilt heute als einer der wichtigsten deutschen Landschaftsmaler der neueren Kunstgeschichte. Sein umfangreiches malerisches und zeichnerisches Oeuvre, das im 19. Jahrhundert wurzelt und sich in die Tradition der französischen Landschaftsmalerei stellt, unterteilt sich in das Früh-, Haupt- und Spätwerk.

Die ausgestellten Bilder, Zeichnungen und Dokumente des Mitbegründers der Worpsweder Künstlerkolonie, werden ergänzt durch Leihgaben aus Privatbesitz, sowie Arbeiten seiner zweiten Ehefrau, der Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und seines künstlerischen Umfeldes.

Nach ihrem frühen Tod verließ Otto Modersohn Worpswede und zog ins benachbarte Fischerhude, wo er schließlich in dritter Ehe mit der Sängerin und Malerin Louise Modersohn-Breling (1883-1950), unterbrochen von längeren Studienreisen in den Süden Deutschlands, bis zu seinem Tod 1943 in einer gemieteten, außerhalb des Dorfes nahe der Wümme gelegenen Atelierwohnung lebte und arbeitete.

1974 entstand unweit des Atelierhauses seines Sohnes Christian Modersohn am Ende der Straße in der Bredenau, der erste Museumsbau aus einer, dem Abbruch geweihten Fischerhuder Fachwerkscheune aus dem Jahr 1769. In den folgenden Jahren bis 2012 kamen insgesamt drei Erweiterungsbauten hinzu, die dem Museum seine heutige Gestalt geben. Die großzügigen, lichtdurchfluteten Ausstellungsräume wurden dem ersten Beispiel folgend auch aus altem Fachwerk errichtet. Sie bilden einen perfekten Rahmen für die ausgestellten Werke.

Sonderausstellungen 2023 im Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude:

Otto Modersohn
Die Kompositionszeichnungen des Spätwerks

25. März - 07. Mai 2023

Das Nebeneinander von Naturstudien und den Abendblättern - seinen freien Kompositionen - bestimmt das zeichnerische Werk Otto Modersohns. Die Naturstudien boten die Möglichkeit, sich der Natur und ihren Geheimnissen zu nähern.

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Er bezeichnete die Naturstudien als die Grammatik seiner künstlerischen Sprache, quasi die notwendige Basis für die auf ihnen aufbauenden, von Gefühl, Phantasie und Material bestimmten freien Kompositionen. In diesen, wie geträumten, ganz aus dem Innersten erwachsenen Abendblättern erkannte Rilke in seiner 1903 erschienenen berühmten Monographie über die Worpsweder Maler das Wesentliche von Modersohns Kunst, die immer mehr danach strebt, nur das Wichtige zu geben, das Große, das Tiefnotwendige … Und wenn alles Wichtige da ist, dann bindet eines das andere mit der magnetischen Kraft der Massen, und es fügt sich von selbst, das heißt nach eigenen Gesetzen zu einer einheitlichen, nirgends offenen Form. Diese organisch erwachsene Form bringt zwei Wirkungen mit sich: Stille und Intimität nach innen und nach außen hin jene volle dekorative Deutlichkeit, die das Bild erst zum Bilde macht.

In Fischerhude entsteht Otto Modersohns Spätwerk. In ihm bleiben die Worpsweder Jahre lebendig. Aus der Erinnerung zeichnet er auf Worpswede zurückweisende Kompositionen, und auch der künstlerische Austausch mit Paula Modersohn-Becker klingt nach: Dieses Reduzieren aufs Wesentliche, ohne leer zu machen, war ihre Stärke, schreibt Otto Modersohn, und 1926 bemerkt er im Tagebuch: Im Unscheinbaren, Schlichten das Schöne, Tiefe, Reiche sehen, nicht im Effekt.

Die Zeichnungen, die in Fischerhude entstehen, sind Mitteilungen seiner von Melancholie getragenen Befindlichkeit. Die Abend- und Nachtbilder jener Jahre, die Mondstimmungen, die an den holländischen Nachtmaler Aert van der Neer erinnern, die Vorliebe für das Neblige, das Verschwimmende gehören ebenso in diesen Zusammenhang wie die Darstellungen des alten Fischerhuder Friedhofs und die Winterbilder, aus denen das Licht mehr und mehr schwindet. Mir liegt vor allem das nur Geahnte, Angedeutete. Darum liegen mir vor allem Dämmerungen, Mondnächte. Das war der Reiz vieler meiner Kompositionen, das ist meine persönliche Art schreibt er 1935.


Vorschau:

Otto Modersohn im Allgäu 1925-1935
20. Mai – 16. Juli 2023


1925 führte den bereits 60jährigen Künstler eine erste Reise ins Allgäu. Die Faszination, die diese kontrastreiche Berglandschaft auf ihn ausübte, sollte annähernd zehn Jahre andauern. Vor allem während der Sommermonate lebte der Maler auf dem Gailenberg bei Hindelang. Im Jahre 1930 erwarb er dort als zweites Domizil ein altes Bauernhaus, das heute noch existiert. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Jahre 1932/33/34, da sie die fruchtbarsten seiner sommerlichen Aufenthalte waren. Das Allgäu brachte neue Anregungen. Modersohn entdeckt die gestaffelten Landschaftsperspektiven der Bergwelt. Ihn reizt das jahreszeitliche Ineinandergreifen von Frühlingswiesen, blühenden Obstbäumen bei gleichzeitigem Schneefall; er arbeitet die atmosphärische Spannung sonnendurchtränkter Felder und regenverhangener Bergwände heraus. Sein Wunsch nach Vertiefung, nach Innerlichkeit, hat Bilder ermöglicht, die ihre Berechtigung außer der Zeit haben. Es manifestiert sich ein Wirklichkeitsverständnis, das eine ungewöhnliche Dichte und Stimmigkeit in der Naturauffassung bewirkt. Sie sind wie der Schlussakkord eines erfüllten Lebens, das für den Einklang mit sich und der Natur einen angemessenen Ausdruck fand.


Otto Modersohn – Retrospektive
Sehen – Fühlen – Machen V

23. Juli – 1. Oktober 2023

Gezeigt werden Bilder, Zeichnungen und Dokumente aus allen Schaffensperioden Otto Modersohns und ausgewählte Werke von Paula Modersohn-Becker. Von den frühen westfälischen Landschaften um Soest und Münster der Düsseldorfer Studienzeit von 1885 bis 1889, den ersten Worpsweder Landschaften der frühen 1890 Jahre, den großen repräsentativen Worpsweder Bildern bis 1900, den kraftvollen Studien der Zeit mit Paula Modersohn-Becker bis 1907, den lichtvollen Bildern der frühen Fischerhuder Jahre, bis zu den reifen, nuancierten, hochkoloristischen Bildern des Spätwerks spannt sich der Bogen des Lebenswerks von Otto Modersohn.

Die Ausstellung repräsentiert dessen qualitative Essenz dieses wohl bedeutendsten deutschen Landschaftsmalers seiner Zeit, dessen Werk in seiner Vielfalt überraschen kann und in seiner Wertschätzung noch nicht abgeschlossen scheint. In den vergangenen zwei Jahren konnte die Sammlung der Otto-Modersohn-Stiftung durch Legate und Ankäufe um 25 Bilder erweitert werden. 14 dieser Bilder sind Bestandteil dieser Präsentation.


Die Maler von Barbizon und Otto Modersohn
08.10. – 07.01. 2024


Im Jahr 1889 starb der französische Landschaftsmaler Jules Dupré. Er war der letzte aus jener Künstlergruppe, die sich – in wechselnder Zusammensetzung – seit den späten zwanziger Jahren des 19. Jahrhunderts in dem Straßendorf Barbizon am Wald von Fontainebleau, etwa 60 km südöstlich von Paris, zusammengefunden hatte, und die beinahe in ganz Europa zum Vorbild für eine neue Landschaftskunst der Einfachheit geworden war.

Im Jahr 1889 kam Otto Modersohn zum ersten Mal in das Dorf am Weyerberg. Damals. Fast 60 Jahre nach Théodore Rousseau, Jean-François Millet, Camille Corot, Jules Dupré, Virgilio Narcisso de la Peña, Constant Troyon und Charles François Daubigny fanden in Worpswede die künstlerischen Ideale dieser Maler im frühen Schaffen Otto Modersohns einen Nachhall.

Gezeigt werden in dieser Ausstellung die Gemälde dieser Künstler aus einer Bremer Privatsammlung. Die Ausstellung stellt zugleich eine Einführung in die für 2024 geplante Ausstellung des Frühwerks von Otto Modersohn dar, beginnend mit den bisher noch nie gezeigten Zeichnungen der Jugend- und Akademiezeit.


Öffnungszeiten:

  • Das Früh- und Hauptwerk Otto Modersohns wird permanent gezeigt.
  • täglich geöffnet von 10-18 Uhr
  • geschlossen am 24.,25., und 31.12.

Eintrittspreise:

  • Erwachsene 6,00 Euro
  • ermäßigter Eintritt 4,00 Euro
  • Gruppen ab 15 Personen: 5,00 Euro
  • Kinder bis 14 Jahren freier Eintritt.
  • Audioführung für die ständige Ausstellung: 2,00 Euro
  • Filmvorführung inclusive.


Gruppenführungen nach Anmeldung per Email:

  • info@modersohn-museum.de  oder per Telefon: 04293-328
  • Führungsgebühr: 80,00 Euro
  • plus Eintritt p.P.: 6,00 Euro
  • ab 15 Personen Gruppenermäßigung p.P.: 5,00 Euro
  • Parkplätze für Bus und PKW sind vorhanden.
  • Behindertengerechte, ebenerdige Ausstellungsräume.
     
 

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