Elektrisch unterwegs – Sachsens Nahverkehr im Wandel
Der Freistaat Sachsen hat im vergangenen Jahr umfangreiche Mittel in die Weiterentwicklung nachhaltiger Mobilität investiert. Insgesamt flossen rund 213 Millionen Euro in Projekte zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie des Rad- und Fußverkehrs.
Die Fördergelder wurden auf etwa 125 Vorhaben in sämtlichen Landkreisen und kreisfreien Städten verteilt. Ziel ist es, die Verkehrsinfrastruktur langfristig sicherer, leistungsfähiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Nach Angaben des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (LASuV) soll damit der Wandel hin zu moderner Mobilität gezielt vorangetrieben werden.
Schwerpunkt auf Elektromobilität im ÖPNV
Der Großteil der Mittel – rund 185,8 Millionen Euro – wurde in die Modernisierung des öffentlichen Nahverkehrs investiert. Ein zentrales Element dabei war die Förderung von Elektrobussen: Insgesamt 85 Fahrzeuge konnten angeschafft werden.
Besonders stark profitierten der Erzgebirgskreis mit 19 neuen E-Bussen sowie der Landkreis Bautzen mit 16 Fahrzeugen. Parallel dazu wurde in mehreren Projekten auch die notwendige Ladeinfrastruktur ausgebaut, um den Betrieb der emissionsarmen Busse sicherzustellen.
Mehr Barrierefreiheit im Nahverkehr
Neben der Elektrifizierung des Busverkehrs spielte auch die Verbesserung der Zugänglichkeit eine wichtige Rolle. Über 20 Haltestellen wurden im Zuge der Fördermaßnahmen barrierefrei umgestaltet oder neu errichtet. Schwerpunkte lagen dabei in den Landkreisen Meißen und Bautzen, wo die meisten Maßnahmen umgesetzt wurden.
Regionale Verteilung der Projekte
Die Verteilung der Förderprojekte zeigt deutliche regionale Unterschiede. Leipzig erhielt mit Abstand die meisten Zuschläge. Insgesamt 24 Maßnahmen wurden dort unterstützt, darunter der Ausbau der Stadtbahn, neue Fahrradstraßen sowie Investitionen in die Energieinfrastruktur des Bahnverkehrs.
Auf Platz zwei folgt der Landkreis Bautzen mit 18 geförderten Projekten, die sowohl den Ausbau barrierefreier Haltestellen als auch die Anschaffung von Elektrobussen umfassen. Die geringste Anzahl an Fördermaßnahmen entfiel auf Chemnitz, wo lediglich vier Projekte berücksichtigt wurden.
