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Daimler setzt auf Ladeinfrastruktur für E-Busse am ZOB München

Elektromobilität braucht starke Netze

Elektromobilität braucht starke Netze

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrisch betriebene Busse kommt nach Einschätzung von Daimler Buses bislang nur langsam voran. Um die Entwicklung zu beschleunigen, plant das Unternehmen den Aufbau eigener Ladepunkte am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in München.

Bis Ende 2026 sollen dort insgesamt vier öffentliche Ladesäulen entstehen. Grundlage dafür ist eine Vereinbarung mit dem Investment- und Asset-Manager Wealthcap, der als Eigentümervertreter des Standorts fungiert. Ziel ist es, die Einsatzmöglichkeiten elektrischer Überlandbusse weiter zu verbessern – insbesondere im Hinblick auf den neuen batterieelektrischen Bus für den Regional- und Reiseverkehr.
 

Laden direkt im laufenden Betrieb

Die Umsetzung des Projekts erfolgt über Daimler Buses Solutions, eine Tochtergesellschaft des Herstellers. Bereits zuvor hatte das Unternehmen erste Initiativen zum Aufbau öffentlicher Ladepunkte gestartet, unter anderem im Rahmen eines Pilotprojekts in Köln.

Ein zentrales Konzept besteht darin, Ladeinfrastruktur gezielt an stark frequentierten Standorten wie Busbahnhöfen zu integrieren. So können Fahrzeuge während regulärer Standzeiten – etwa beim Fahrgastwechsel oder bei organisatorischen Abläufen – geladen werden, ohne dass zusätzliche Stopps erforderlich sind. Dadurch lassen sich Betriebsabläufe effizienter gestalten und die Alltagstauglichkeit elektrischer Busse im Fern- und Regionalverkehr erhöhen.

Schrittweise Umsetzung bis 2026

Von den geplanten vier Ladepunkten sollen zwei bereits im Laufe des Jahres 2026 realisiert werden. Die Bauarbeiten umfassen unter anderem Erdarbeiten, die Installation von Energieanschlüssen sowie den Aufbau der technischen Infrastruktur vor Ort. Die vollständige Inbetriebnahme ist ebenfalls noch für 2026 vorgesehen.

Die Finanzierung des Projekts übernimmt die Tochtergesellschaft eigenständig. Die laufenden Kosten sollen über die Nutzung der Ladeinfrastruktur gedeckt werden. Auch Wartung und Betrieb werden nach Fertigstellung durch ein eigenes Serviceteam sichergestellt.

Impuls für die Elektromobilität im Busverkehr

Mit Leistungen von bis zu 600 kW ermöglichen die geplanten Ladepunkte ein schnelles Aufladen der Fahrzeuge. Das Angebot soll grundsätzlich für unterschiedliche Busmodelle nutzbar sein und den Zugang zu emissionsfreier Energie erleichtern.

Durch die Kombination aus vorhandenen Standzeiten und leistungsstarker Ladeinfrastruktur können zusätzliche Ladepausen vermieden werden. Dies trägt dazu bei, den Betrieb von Elektrobussen wirtschaftlicher und praktikabler zu gestalten und den Umstieg auf alternative Antriebe weiter zu fördern.

 



 
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